BIBLIOTHEKS – SYSTEMATIK

Der Bestand einer (Schul-) Bibliothek wird nach Fachgebieten und nach Medienart übersichtlich geordnet. Grundlage dafür ist die Systematik. Sie stellt auch das Ordnungsprinzip für die Aufstellung der Medien dar. So können sich Bibliotheksnutzer besser orientieren.

 

Eine Systematik ist also ein sinnvolles Mittel, um die Bestände einer Bibliothek zu unterteilen und dem Leser das Suchen und Finden zu erleichtern.

Es gibt keine ideale Systematik. Vielmehr gilt es immer wieder, im Blick auf die eigene Schule und ihre Bibliotheksnutzer einen möglichst guten Kompromiss zu finden – aber es wird immer Medien geben, die nicht in ein striktes Schubladensystem passen.

 

Daneben fordern auch Entwicklungen im gesellschaftlichen, technischen oder wissenschaftlichen Bereich immer wieder eine Anpassung und Erweiterung der Systematikgruppen.

In den öffentlichen Bibliotheken dominiert die „Österreichische Systematik für Öffentliche Bibliotheken“ (ÖSÖB), die seit 2004 in einer völlig überarbeiteten Form vorliegt. 2012 ist die korrigierte 2. Aufl. der ÖSÖB in 2 Bänden beim BVÖ erschienen.

 

Dabei handelt es sich um eine reine Buchstabensystematik. Es wurde zwar der Versuch unternommen, Buchstaben und Inhalte logisch aufeinander abzustimmen (NC = Natur Chemie), was aber nicht immer möglich ist (PK = Sprachwissenschaft; PN = Erziehung; VB = Freizeitgestaltung, Hobbies).

Die Systematik lässt sich in unterschiedlicher Gliederungstiefe einsetzen: als „Kleine ÖSÖB“ (nur die ersten 2 Stellen) oder für größere und große Bibliotheken mit einer Gliederungstiefe bis zur fünften Stelle, wobei dann nach der zweiten Stelle ein Punkt eingeführt wird.

 

Die ideale Gliederungstiefe hängt wesentlich vom Medienbestand der Bibliothek in dem jeweiligen Bereich ab.

Die „kleine“ (2-stellige) Systematik umfasst 73 Untergruppen, die vollständige 5-stellige rund 2600 Untergruppen. Durch den zwiebelartigen, hierarchischen Aufbau ist die ÖSÖB auf den Bestand jeder einzelnen Bibliothek sehr gut abzustimmen.

 

In Schulbibliotheken lohnt es sich immer wieder, von der „Kleinen ÖSÖB“ auszugehen und schulspezifische Ergänzungen vorzunehmen.

HIER gelangen Sie zur Arbeitshilfe Systematik (und weiteren Skripten) des Österreichischen Bibliothekswerkes.

Beispiele für unterschiedliche Systematiken an Schulbibliotheken:

HBLA Neumarkt / Wallersee
HBLA und Fachschule für Mode Graz
HTL 1 Klagenfurt
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